Einfacher HEFETEIG ☮︎ leckerer HEFEZOPF

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Hefezopf eine unlösbare Aufgabe? Denkste! Hier mein ganz einfaches Grundrezept für einen Hefeteig ohne viel Tamtam. Wer bis jetzt immer Probleme mit Hefeteig hatte, schafft es mit diesem Rezept ganz bestimmt.

Keine Angst vor Hefeteig. Das ist leichter gesagt als getan. Wie auch, wenn man den “Erfolgsgeschichten” glaubt, die man immer mal wieder gerne von allen Seiten zu hören bekommt. Nur weil man nicht nachgedacht und naiv im Freundeskreis nachgefragt hat, ob jemand vielleicht ein tolles Rezept für einen funktionierenden Hefeteig hat. Grob fahrlässig!

“Was, Hefeteig? Der ist mir noch nie gelungen.” “Davon lass ich die Finger. Der ist mir viel zu zimperlich.” “Viel zu kompliziert. Kauf Fertigteig.” “Bei mir wird Hefeteig auch nie was. Also vergiss es.” “Da kann man ja gleich Blätterteig selber machen!” “Ich mach alles in meinem Thermomix. Soll ich dir mal einen Termin mit meinem Berater machen?”

Toll.

Bei Hefeteig scheint es für jede Lösung ein Problem zu geben. Aber mit diesem kleinen Rezept zeige ich einfach mal, dass man wirklich keine Angst vor Hefeteig zu haben braucht.


[su_row][su_column size=”1/2″ center=”no” class=””]Mein erstes Hefeteigerlebnis hatte ich mit einem uralten Kochbuch meiner Oma. Wahrscheinlich sogar meiner Uroma oder irgendeiner Grosstante. So genau wusste das aus der Familie keiner mehr. Das Buch bestand eigentlich eher aus zwei etwas dick geratenen Heften, eines fürs Backen, das andere für herzhafte Gerichte. Beide charmant verblichen, ziemlich abgenutzt und teilweise mit Flecken und Eselsohren versehen. Einige Rezepte mit schwer zu entzifferndem Bleistiftgekritzel in Schnörkelschrift geschmückt. Wenn dieses Rezeptheft Geschichten erzählen könnte, man würde sich einen bequemen Stuhl, ein prasselndes Feuer und eine Tasse heissen Kakao wünschen, um stundenlang dazusitzen und zuhören zu können. In diesem Heft standen faszinierend einfache Rezepte schnörkellos erklärt. [/su_column] [su_column size=”1/2″ center=”no” class=””]Und genau das war das Problem. Grundwissen schien zwingend vorausgesetzt. Zudem wohl auch ein Händchen für den heimischen Holzofen. Denn es gab darin weder genaue Mengenangaben noch wurde eine Zeit vorgegeben. Als Temperaturempfehlung galt “mässig heiss” wohl als ausreichend. Wenn man Hefeteig nur so von Oma kennt, lässt man freiwillig die Finger davon. Ich kannte Hefeteig nur mit dem Zusatz “kompliziert” und dachte genau aus diesem Grund, der Mythos Hefeteig sei nur lösbar für Profis. Ohne gewisses Talent konnte man zugucken, wie der Hefeteig genau das machte, was man nicht wollte – nämlich nichts. Ganz davon abgesehen, dass mir offensichtlich ja auch Omas warme Ofenbank fehlte, um den Teig vernünftig gehen lassen zu können.[/su_column][/su_row]
Hefezopf

So und was jetzt?

Ich suchte doch nur ein Hefeteig Grundrezept, dass auch jemand wie ich hinkriegt. Am besten ein einfaches Rezept, das ich auch ohne weiteres weiterempfehlen konnte. Das immer funktioniert, auch ohne Oma, ohne Holzofen und ohne Bäckerlehre. Einen “Multifunktionshefeteig” für Hefezopf, Zimtschnecken und Zwetschgendatschi (Pflaumenkuchen vom Blech).

Und nach tapferem Trial and Error hatte ich ihn endlich. Den Hefeteig, der IMMER aufgeht. Und er ist denkbar einfach. Man muss nur wissen, wie. Mein Zauberwort heisst Trockenhefe. Seitdem ich Trockenhefe statt frischer Hefe nehme, funktioniert ein Hefeteig bei mir fast von alleine. Und ich spare mir ausserdem diese Vorteiggeschichte.

Und wie geht das jetzt mit diesem Hefeteig? Ganz einfach. Man muss nur ein paar Punkte beachten:

  • Keine Angst vor Hefeteig!
  • Man braucht ein wenig Geduld, weil jeder Hefeteig natürlich einige Zeit gehen muss.
  • Die Milch sollte wirklich nicht zu heiss sein.
  • frische Hefe im Kühlregal liegen lassen und Trockenhefe kaufen

Das war dann aber auch schon alles, was man beachten sollte.

Und kleiner Bonus. Der Teig für meinen Zopf muss dank besagter Trockenhefe eigentlich nur eine Stunde gehen und dann nochmal kurz vor dem Backen 15 Minuten.


Hefe.Zopf.

ZUTATEN

550 g Mehl

250 ml lauwarme Milch

50 g Zucker

1 Päckchen Trockenhefe

70 g weiche Butter

1 TL Salz

1 Ei (Zimmertemperatur)

Zitronenschale gerieben

Mandelaroma

BACKZEIT

180 Grad 30 Minuten

ZUBEREITUNG

Butter in einem Topf schmelzen.

Achtung, sie soll nicht braun werden. Nur flüssig!

Milch zur Butter giessen und erwärmen. Sie sollte nicht heiss werden!

Den Zucker dazumischen.

In dieser Butter-Milch-Zucker-Mischung die Hefe auflösen. Dazu einfach nur das Tütchen Trockenhefe reinschütten und umrühren.

Dann kommt das Ei ebenfalls zu der Butter, Milch, Hefe, Zucker Mischung. Verquirlen.

Das alles kippt man dann mit einem Schwung zum Mehl das man vorher mit dem Salz und der Zitronenschale vermischt hat.

Aroma dazu wer mag.

Und jetzt lässt man den Teig von der Küchenmaschine mit dem Knethaken verkneten. Oder man knetet mit der Hand wenn man das lieber macht.

Es entsteht ein elastischer, schön glänzender Teig.

GEHZEIT

Den Teig in der Schüssel lassen, ein feuchtes Tuch (am besten mit heissem Wasser befeuchtet) darüberlegen und mindestens eine Stunde gehen lassen.

ZOPF FORMEN

Wenn der Teig ungefähr um das Doppelte aufgegangen ist, holt man ihn mit einem Teigschaber aus der Schüssel und legt ihn auf eine bemehlte Arbeitsfläche. Nicht kneten! Dann teilt man den Teig in drei Teile und rollt diese sanft (ohne viel Kraft oder Druck!) zu nicht allzu langen Strängen.

Diese Stränge flicht man dann locker zu einem Zopf.

Den Anfang und das Ende drückt man etwas zusammen. Das hält von alleine. Man braucht keine besondere Zutat, um die Enden so zu fixieren. Nur etwas nach unten einschlagen reicht aus.

Den fertigen Zopf legt man dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Die meisten Zopfbäcker streichen ihren Zopf jetzt noch mit einem verquirlten Ei ein und streuen Hagelzucker darauf. Ich habe nie Hagelzucker zuhause, weil es den in meinem Supermarkt einfach nicht gibt. Ich nehme nie ein Ei für das Finish. Das ist mir einfach zu schade.

Ich streiche jetzt meinen Zopf einfach mit Milch gründlich ein. Wenn ich Sahne zuhause habe, nehme ich dafür auch mal Sahne. Dann bestreue ich meinen Zopf mit braunem Zucker und/oder mit Mandelblättchen. Und wie man auf dem Foto schön sehen kann, geht es auch so.

Jetzt lässt man den Zopf zugedeckt mit einem Geschirrhandtuch nochmals etwas gehen. So ungefähr eine halbe Stunde. Als Ergebnis erhält man so einen Zopf der noch etwas fluffiger und leckerer wird.

Der Zopf braucht ungefähr eine halbe Stunde bei 180 Grad Ober-/Unterhitze. Man sollte besser ab und zu einfach mal in den Backofen gucken, weil er nicht zu dunkel werden darf. Goldgelb so wie auf dem Foto ist genau richtig.

☮︎

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