STAYHOME DIARY: Von ausverkauftem Gummiband und akutem Lagerkollertatendrang.

Tag 23 ✗

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Von einem kurzen Ausflug in die Stadt, der Frage warum überall Gummiband ausverkauft ist und einem Lagerkollerbedingten Anfall von Interior Design.

Tirol lockert langsam seine Ausgangsbeschränkungen, steht nicht mehr unter Quarantäne. Das Land passt sich den Vorgaben des restlichen Österreichs an. Wir dürfen Spazierengehen. Und nutzen den Moment.
Ich bin mir nicht sicher, was ich komischer finden soll. Die Tatsache, dass wir nach über drei Wochen das erstmal wieder weiter als bis zum Supermarkt in unserer Strasse gehen oder die Tatsache, dass wir uns beim kurzen Spaziergang in die Stadt fühlen, als würden wir was Verbotenes tun. Obwohl es einerseits nur ein kurzer Spaziergang von wenigen Minuten in den Biosupermarkt ist, fühlt es sich andererseits an, als würden wir irgendetwas falsch machen.

Aber das Verlangen und die Freude auf guten Kaffee siegt. Den gibt es nur dort. Und weil wir gerade unterwegs sind, frage ich in einigen Geschäften nach Gummiband. Ich wollte eigentlich noch ein paar Stoffmasken nähen. Es bleibt allerdings bei der Frage. Gummiband ist aus. Überall.

Ein Glück, dass ich unsere Stoffmasken alternativ mit Stoffband fixieren kann. Aber damit kann ich keine Masken für andere nähen. Dafür ist ein Gummiband besser. Schade.

Aber wir haben endlich mal wieder etwas Sonne getankt. Was mit Stoffmasken im Gesicht allerdings nur bedingt möglich ist. Die ersten Flipflopträger haben uns noch irritiert. Sogar kurze Hosen waren in der Stadt unterwegs. Wir sind allerdings noch im Winterschlafmodus und müssen erst unsere Ausgangssperre-Patina loswerden.

Zuhause kochen wir uns erst einmal einen Kaffee mit unserer neuerworbenen Lieblingssorte.

Die hatten wir wirklich vermisst. So ists gleich besser.

Dank Sonne und Kaffee steigt ein latenter Motivationsschub in uns hoch. Eigentlich wollte ich nur eine Vase umstellen und eine Lichterkette neu dekorieren. Daraus wurde ein ganzer Nachmittag inklusive Abend mit dem Ergebnis einer neuen Raumaufteilung. Hätten wir Wände versetzen können, wir hätten wahrscheinlich auch das getan. Jetzt sieht alles aus wie vorher, nur anders.

Wir werden uns schon dran gewöhnen. Wenn nicht, haben wir ja über Ostern genug Zeit, alles wieder umzuräumen. Kaffee ist ja noch genug da.

honestly, why not?

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