STAYHOME DIARY ✗ Tag 3

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Noch fühlt sich die Ausgangssperre nicht nach einer Einschränkung an. Aber wir wissen, dass sich das ändern wird.

Den ganzen Tag laufen Nachrichten. Man kann es einfach nicht glauben. Dass ein klitzekleiner Virus die ganze Welt lahm legt klingt nicht nachvollziehbar. Und dennoch ist es so.

Ein winziger Anflug von Panik macht sich breit. Wir sehen Bilder aus Italien. Ein Mann auf der Intensivstation darf mit seinen Angehörigen sprechen. Via Skype. Ihm wird dafür ein Tablet gebracht. Herzzerreissend. Man hält es kaum aus, dabei zuzusehen und Teil dieses sehr persönlichen Moments zu sein.

Abends gucken wir Contagion. Ein Film über einen Virus, der die Welt lahm legt. Der Film ist leider ziemlich gut und zudem auch noch ziemlich aktuell. Er wirkt auf uns genauso real wie die Abendnachrichten. Aktueller kann ein Thema nicht behandelt werden. Trotzdem war die Idee, diesen Film anzugucken, mit Abstand die blödeste Idee, die man in solch einer Zeit haben kann. Keiner von uns schläft gut.

Dafür kennen wir jetzt die Bedeutung der Basisreproduktionszahl R0. Ich hatte vorher eigentlich ganz gut ohne dieses Wissen gelebt. Jetzt ist diese Zahl plötzlich Teil unseres Lebens und die Wissenschaft sitzt auf einmal nicht mehr theoretisch irgendwo ganz weit weg sondern praktisch und ganz real bei uns Zuhause mit auf unserem Sofa.

Wir kochen gesund. Blumenkohl, Brokkoli, Kartoffeln. Es gibt Obstsalat. Man hat das Bedürfnis, diesem Virus die Stirn zu bieten. Hoffentlich mag er keinen Brokkoli. Und reagiert allergisch auf Obst. Noch ist er gefühlt weit weg. Dass das so aber nicht stimmt, will man allerdings noch nicht wahrhaben.

honestly, why not?

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