SUPERFOOD CHIASAMEN: alles andere als super

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KAKAO + CHIA + SOJAMILCH = WÄÄH

Eine gesunde Alternative zur Tafel Schokolade. Das war mein Plan. Wollte ich versuchen. Habe ich mir gedacht. Und ein wenig herumprobiert.

Wenn man mal so richtig Lust auf Schokolade hat, aber eigentlich auf vorgefertigtes Fertigzuckerzeugs aus dem Supermarkt verzichten will. Da wär etwas mit Schokoladengeschmack doch eine super Idee. Die Idee war ein Pudding in gesund mit Kakaopulver in RAW Qualität aus dem Bioladen und statt Zucker irgendwas mit Datteln. Jeder kennt Chiasamen. Und Chiasamenpudding hatte ich schon oft genug superhübsch angerichtet in Einmachgläsern in diversen Kuchenvitrinen rumstehen sehen. Also dachte ich mir ohne Vorurteile dass das mit selbstgemachtem Chiasamenpudding als Süssigkeitenalternative doch eine gute Idee sein könnte.

Denkste.

Der Pudding wurde zwar hübsch und duftete auch nicht schlecht. Schmeckte allerdings grauenvoll.

Aber ich dachte ich poste einfach mal auch solche Rezepte, die unter “F” für Fail abheftbar sind. Zumindest in meiner Welt. Wenn ihr das anders seht ist das natürlich völlig okay. Ich bin jedoch raus.

Denn mein Fazit war und ist:

CHIASAMENSCHOKOPUDDING IST DER MIT ABSTAND EKLIGSTE SCHOKOPUDDING ÜBERHAUPT!

Chiasamenpudding ist grässlich. Punkt. Egal wie man ihn zubereitet. Die Tatsache, dass er als Superfood betitelt wird, macht das Gepampe nicht besser. Hip hin oder her. Gesundgerede inklusive. Papperlapapp. SO gesund kann das Zeug gar nicht sein um es lecker zu finden. Tut mir leid aber ist so.

Zudem lese ich ständig, dass man von dem Zeug eigentlich überhaupt nicht mehr als 2 TL am Tag essen darf/soll/kann, weil es sonst Dinge macht, die man nicht will. Super Voraussetzung also für einen Eimer voll davon. Denn allein ein so ein Glas voll Hipsterfrühstück in irgendeiner Coffeebrew-Faktorei deiner Wahl beinhaltet doch schon locker weitaus mehr Chiagesame als mir die Europäische Kommission für Dinge, die Empfehlungen für Dinge, die man so als Menschempfohlene Tagesdosis konsumieren sollte weil wenn mehr dann nicht gesund ausspricht, empfiehlt. Und was jetzt? Tja. Örgs!

Ich soll also nicht mehr als 2 TL davon am Tag konsumieren. Zudem sollten Blutverdünnerkonsumenten auch noch aufpassen mit dem Superzeugs. Mehr ist nicht erforscht. Also gilt als Empfehlung: besser wenig davon. Weil man nicht genau weiss was wird wenn man sich einen Sack davon schon zum Frühstück reinpfeifft. Na super. Und dann wird noch dringend dazu geraten auch ja genug dazu zu trinken, weil das Zeug fröhlich vor sich hin quillt. Das hilft meinem Verständnis für den Konsum dieser Körnchen nicht unbedingt weiter. Was passiert denn, wenn ich nicht genug dazu trinke? Platze ich dann? Sehe ich um die Leibesmitte herum aus wie eine Weihnachtsgans? Verstopfe ich spontan? Akutes Ableben nach dem Veganen Frühstück beim lokalen hipster Coffeemanufaktureibrauer möglich? Oder was? Steht dann auf meinem Grabstein sowas wie: “Sie wollte doch nur gesund frühstücken. Hätte sie mal lieber Rührei bestellt. Das hat sie jetzt davon.” Ich weiss es nicht. Und eigentlich ist es mir auch ein kleines bisschen total egal. Denn ich mags ja eh nicht.

Ich mag einfach keine Glibberkörner, die an diese Froscheier im Sumpf erinnern und dazu auch noch grenzwertig gesund sind. Wieso soll ich das essen wollen? Zugegeben, hübsch aussehen tuts. Diese weisse Masse mit den schwarzen Pünktchen, kombiniert mit Himbeersosse und frischer Minze. Im dekorativen Einmachglas vorteilhaft präsentiert in der gekühlten Kuchenvitrine der lokalen Kuchendealerei. Ich sag ja auch nix dagegen. Alles gut. Es schmeckt halt nur nicht. Und so wie es aussieht ist es noch nicht mal sonderlich gesund. Zumindest nicht empfehlenswert bei allerlei Vorerkrankungszipperlein, BäM!

Ich habe meinen Chiasamenpudding, den ersten und letzten meines Lebens übrigens nach all den Infos die ich so gefunden habe, nach einem Rezept gemacht, das 6 EL Chiasamen für 240 ml Hafermilch angegeben hatte. Wenn 2 EL die empfohlene Tagesdosis sind, dann bin ich jetzt durchaus irritiert. Denn eigentlich müsste ich dieses Frühstücksgeklumpe auf mehrere Tage aufteilen, um spontanes Ableben zu vermeiden. So wie ich das verstanden habe. Oder? Das ist doch alles Käse.

Ich habe das Rezept dennoch genau so ausprobiert. Allerdings waren 6 EL für 240 ml Milch, ich hatte Sojamilch zuhause, kein Verhältnis, das irgendwie zusammengepasst hat. Tut mir leid. Ich habe unwesentlich viel mehr Milch gebraucht. Sonst hätte ich aus meinem Chiasamenpudding maximal Golfbälle basteln können. Vielleicht wäre das im Nachhinein auch die bessere Idee gewesen.

Ich denke auch nicht dass mein Pudding beschissen geschmeckt hat weil ich statt Zucker Dattelsüsse genommen habe. Und auch die Tatsache, dass ich statt hübschen Pünktchen in weisser Milch einen Schokoladenpudding daraus gemacht habe ist wohl auch kaum der Grund, wieso das Zeugs nicht schmeckt. Es schmeckt schlicht deswegen nicht, weil die Menge der Zutaten nicht gepasst hat, weil sich diese Körnchen im Mund eklig anfühlen, weil die Konsistenz an eine Mischung aus Silikon mit Plastikperlen erinnert und die Anmutung von Wackelpudding auf dem Löffel mich schon immer abgeschreckt hat. Ich mag Pudding in cremig, nicht standhaft hin- und herwippend. Das ist eklig.

Und lasse ich die Expertise der Ernährungsgesellschaft in meine Bedenken mit einfliessen, hat Chiasamenpudding für mich ab sofort keinerlei Existenzberechtigung mehr. Basta. Und kommt mir jetzt nicht mit SUPERFOOD. Pampiges Zeugs von dem ich nicht zuviel essen sollte hat nichts mit Superfood zu tun. Was soll das überhaupt sein? Superfood ist ein genauso dämliches Wort wie Nachhaltigkeit. Aber darum kümmere ich mich im nächsten Post. Versprochen. Ich bin noch nicht fertig.

Und jetzt hol ich mir ein Stück Schokolade und rühr es in meinen Porridge. Schmeckt wenigstens garantiert.

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